Mitbestimmung in der KiTa Regenbogen

§ 13 (Fn 6)

Frühkindliche Bildung

(6) Die Bildungs- und Erziehungsarbeit wirkt darauf hin, Kinder zur gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen. Daher sollen Kinder ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen entsprechend bei der Gestaltung des Alltags in der Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege mitwirken. Sie sind vom pädagogischen Personal bei allen sie betreffenden Angelegenheiten alters- und entwicklungsgerecht zu beteiligen. Zum Wohl der Kinder und zur Sicherung ihrer Rechte sind in Tageseinrichtungen geeignete Verfahren der Beteiligung und die Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten vorzusehen und zu praktizieren.

 

Regenbogenland ist Kinderland

Wer am Vormittag durch den Regenbogen geht, erlebt eine ganz besondere Welt. Es ist die Welt der Kinder und wir Erwachsene begleiten die Kinder dabei. Kinder sprechen, lachen, laufen in den Gruppen, sitzen auf ihren Stühlen an den Tischen und die Erwachsenen sehen ein wenig fehlplatziert in ihrer überdimensionalen Größe aus. Regenbogenland ist Kinderland und das bedeutet auch, dass die Kinder die Möglichkeit bekommen, ihr Umfeld selber zu gestalten.

Eigentlich ist es eine klare Sache: Die Menschen haben das Recht, ihre Belange selber zu regeln und über die Rahmenbedingungen mitzubestimmen. Warum soll dies für Kinder nicht gelten? Im Kinderbildungsgesetz wird folgendes festgelegt: „Daher sollen Kinder ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen entsprechend bei der Gestaltung des Alltags in der Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege mitwirken. Sie sind vom pädagogischen Personal bei allen sie betreffenden Angelegenheiten alters- und entwicklungsgerecht zu beteiligen. § 13(6)“

Das ist eine hohe Anforderung an eine Kindertagesstätte und der Regenbogen stellt sich dieser Anforderung im Alltag: Regenbogenkinder können mitbestimmen, was, wo und mit wem sie spielen. Sie sagen ihre Meinung, ob sie mit spazieren gehen wollen, was sie essen möchten, ob sie nach draußen wollen oder lieber in der Gruppe bleiben wollen.

Kindermitbestimmung bedeutet für die Erwachsenen eine fragende und zulassende Haltung; mit den Kindern einen Dialog führen und die aufkommenden Ideen prüfen und ernst nehmen.

 

Mitbestimmung in der KiTa Regenbogen

Der Regenbogen lässt sich auf Kindermitbestimmung ein: Zum Beispiel gestalten die Kinder in regelmäßigen Abständen das Mittagessen selber. Sie überlegen, was sie essen wollen, gehen einkaufen und bereiten die Mahlzeit selber zu.

Verblüffend ist, dass sie dabei mehr lernen, als wenn die ErzieherInnen ihnen die Mahlzeiten zubereiten oder ihnen Anweisungen geben, wie sie was wo zubereiten sollen. Kinder entwickeln ihre Ideen selber und probieren sie aus. Sie machen Erfahrungen mit Entscheidungsprozessen, bewältigen Krisen, wenn ihre eigenen Wünsche keine Mehrheit finden und können sich einigen, bis alle Kinder zufrieden sind.

Regenbogenkinder lernen ihre Umwelt mitzugestalten und diese Kompetenz wird sie in ihrem späteren Leben immer wieder stärken.

Loading ...